Parteilogo Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband
Dortmund - Huckarde

 
  
 

Stellungnahme zum Revierpark Wischlingen

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne nehmen wir zu Ihrer Anfrage wie folgt Stellung:

Wischlingen - ein Park für alle

Die Bedeutung des Revierparks Wischlingen als Naherholungsgebiet war schon immer sehr wichtig und wird aus unserer Sicht in Zukunft noch wichtiger werden.

Ob der Revierpark künftig diese Funktion erfüllen kann, hängt entscheidend von der Frage ab, ob es gelingt, einen attraktiven, d.h. zeitgemäßen Mix aus entgeltpflichtigen und kostenlosen Angeboten zu finden. Mit dem Klettergarten, dem Solebad und der Eislaufhalle gibt es bereits Einrichtungen mit gesamtstädtischer und teilweise darüber hinausgehender Anziehungskraft. Unser Augenmerk lag und liegt auf dem öffentlichen Charakter des Parks mit seinen Spiel- und Sportmöglichkeiten für unterschiedliche Nutzergruppen, da gerade diese bevorzugt und regelmäßig von Bürgern unseres und anliegender Stadtbezirke in Anspruch genommen werden. Damit fühlen wir uns der Grundidee der Revierparks eng verbunden.

Nachdem viele Jahre Spielgeräte abgebaut wurden und Spielplätze verschwanden, ist in den letzten Jahren wieder verstärkt in die Sanierung beispielsweise des Wasserspielplatzes und die Neuanlage von Spielplätzen investiert worden. Dies ist eine gute Entwicklung, die wir unterstützen.

Aus unserer Sicht bedarf es aber weiterer Impulse, um den Revierpark zu beleben und zu einem attraktiven Ausflugsziel zu machen.

Mindestens ein Kleinspielfeld für Fußball müsste wieder hergerichtet werden und dieser könnte durch die Aufstellung von Basketballkörben, als zusätzliches Sportangebot, ergänzt werden. Das Freibad als kostengünstige Möglichkeit, seine Freizeit in den Sommermonaten zu verbringen, darf unserer Meinung nach nicht zur Debatte stehen. Falls Millionen aus dem Konjunkturpaket nach Wischlingen fließen, muss das gleichzeitig heißen, das Freibad langfristig zu erhalten.

Eine weitere mögliche Idee wäre, den Park stärker als Mehrgenerationenpark zu etablieren. Hierzu könnten entsprechende Bewegungsgeräten oder die Anlage eines Boulespielfeldes beitragen.

Gerade in einem Ballungsraum wie dem Ruhrgebiet schätzen die Menschen die Erholung in der Natur. Für uns darf es daher keine Erweiterung der Mobilstellplatzanlage in bestehende Grünflächen des Parks geben. Im Gegenteil: der gesamte Park würde davon profitieren, wenn Teilflächen ökologisch aufgewertet und gestaltet würden.

Als letztes würden wir uns wünschen, dass der Revierpark wieder stärker zum einem Ort für unterschiedliche Veranstaltungen wird. Vielleicht wäre das Stadtbezirksjubiläum im nächsten Jahr ein guter Anlass, die Tradition wieder aufleben zu lassen.

Zukunftsfähige Konzepte unterstützen

Die Konstruktion des Revierparks mit den beiden Gesellschaftern Stadt Dortmund und RVR macht bereits deutlich, dass die Lokalpolitik, obwohl der Park an den Grenzen des Bezirks liegt, keine direkte Zuständigkeit besitzt. Trotzdem fühlte sich die Politik in Huckarde dem Revierpark stets eng verbunden. Gerade wir Grüne haben die vielfältigen Entwicklungen der letzten Jahre kontinuierlich im kritischen Dialog begleitet. Als letztes Beispiel für die gute Zusammenarbeit beschloss die Bezirksvertretung erst vor kurzem die Aufstellung und Finanzierung einer Toilettenanlage. Auch die Aufnahme der Energiesanierung des Solebades in das Konjunkturpaket II haben wir mit durchgesetzt.

Die Umstrukturierungen in Richtung einer Privatisierung vieler Bereiche sehen wir Grüne sehr kritisch. Sie sind auch nicht gelungen: nach kurzer Zeit gibt der Betreiber der Mobilstellplatzanlage auf, der auch den "Stern" und das Haus Wischlingen betreiben wollte. Nun soll der Revierpark mit eigenem Personal die Anlagen betreiben, ist das realistisch? Hierbei wird es entscheidend darauf ankommen, mit welchem Konzept der Revierpark die Mobilanlage wirtschaftlich betreiben will und ob das Haus Wischlingen, als gute Adresse für selbstorganisierte Veranstaltungen, wieder belebt werden kann. Auch hier bieten wir Grünen uns an, in einen konstruktiven Austausch über die nachhaltige Weiterentwicklung des Parks zu treten und Lösungen zu finden, die auch und gerade den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtbezirks zu Gute kommen.

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